Herzlich willkommen im TIK Figuren- und Marionettentheater!

Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
Es ist, was es ist, sagt die Liebe
Es ist Unglück, sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht
Es ist, was es ist, sagt die Liebe
Es ist lächerlich, sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung
Es ist, was es ist: TIK Theater – Innovation – Kreativität

(Erich Fried)

Über uns

Seit 1993 sind wir, Sandra Heinzel und Judith Hoymann, als Figurenspielerinnen unterwegs. 2004 – endlich! – gründeten wir das TIK Figuren- und Marionettentheater. Auf vielfältige Weise spielen wir heute Stücke in Theatern, Kulturhäusern, sozialen Einrichtungen und natürlich in unserem „Zuhause“, dem Schlösschen Borghees in Emmerich am Rhein. Unser Publikum kennt keine Altersgrenze. So spielen wir schon für die ganz Kleinen das NatURschauspiel, eine Kombination aus Erzähltheater und Stegreif-Modellieren aus Ton. Themen wie das Älterwerden, die Hektik der neuen Generationen usw. werden – zum Beispiel durch eine Masken-Performance – dem älteren Publikum nahe gebracht. Für alle „dazwischen“ gibt es poetische, fantasievolle Figurenstücke, vor allem mit Marionetten-, Tisch- und Schattenfiguren.
Judith Hoymann

Judith Hoymann

geb. 1968… Ausbildung als Zahnarzthelferin. Seit 1995 Mitglied des Raki- Marionettentheaters. Fortbildungen am Figurentheater Bochum in Bühnenbau, Schauspiel, Forumtheater und Gesang. 2009 Ausbildung am TPZ Essen zur Theaterpädagogin. Projektarbeiten mit gehandicapten Menschen im Haus Freudenberg. Seit 2011 Leitung der inklusiven Theatergruppe FANTA 10. 2010/11 Stückentwicklung und Regie für die Kreispolizeibehörde, inklusives Projekt mit der VHS. Fortbildungen für Erzieherinnen an der VHS. Mitbegründerin des neuen Theaternetzwerks „Freie Theater“ am Niederrhein.
Sandra Heinzel

Sandra Heinzel

geb. 1965… 6 Jahre lang Leitung der Initiativ-Kita Rappelkiste in Emmerich-Elten, 1993 Gründung der mobilen Marionettentheaterbühne Raki. Zahlreiche Fortbildungen am Figurentheaterkolleg in Bochum in Figurenspiel, Figuren- und Bühnenbau, Dramaturgie, Regie, Schauspiel, Objekttheater…, Gesangsunterricht, Diplom für rhythmisch-musikalische Erziehung in Trossingen. 2010/11 Figuren- und Bühnenbau für die Kreispolizeibehörde. Fortbildungen für Erzieherinnen an der VHS. Mitbegründerin des neuen Theaternetzwerks „Freie Theater“ am Niederrhein, inklusives Projekt mit der VHS.

Geschichte

2017 Viele Hürden sind genommen. Die Planung zur Umwandlung der Scheune ist auf der Zielgeraden. Unsere große Hoffnung für 2018: endlich eine feste Bühne für unser Figurentheater!

2016 Der Förderverein Schlösschen Borghees e.V. wird gegründet. Wir nehmen an dem grenzüberschreitenden Projekt „Smuggeltocht“ teil.

2015 Einstieg in die ersten Überlegungen, die alte Scheune am Schlösschen Borghees in einen festen (Figuren-)Theaterraum zu verwandeln.

2014 Wir feiern 10 Jahre TIK! Und zwar das ganze Jahr über. Zudem startet ein Kooperationsprojekt der am Niederrhein ansässigen Kleinkunstbühnen. Unter dem Motto „Weit weg – nah dran“ entsteht – gefördert durch den Kulturraum Niederrhein – der erste Theaterspaziergang in Wachtendonk.

2013 Unter dem Motto „Der kleine Prinz“ entsteht in Kooperation mit der VHS ein großes Inklusionsprojekt. Darüber hinaus startet das Förderprogramm „KulturRucksack“ des Landes Nordrhein-Westfalen.

2012 Der Bodensee ruft: Wir starten unsere erste gemeinsame Figurentheater-Tournee.

2011 Das Haus lebt durch die Vielseitigkeit seiner Angebote. Dank des großen persönlichen Engagements hat sich das TIK Figuren- und Marionettentheater in Emmerich am Rhein zu einer festen und anerkannten Kulturstätte entwickelt und bereichert und ergänzt das kulturelle Leben der Stadt.

2009 Gemeinsam mit den Projektpartnern „Theater im Fluss“ und „WelCom ’s-Heerenberg“ stemmt das TIK-Team das 2–jährige grenzüberschreitende Schulprojekt  „ColumBus“.

2008 Mit dem Umzug ins Schlösschen Borghees eröffnet sich eine neue Herausforderung.

2005 Geburtsstunde des grenzüberschreitenden Projekts „Grenztheater/Op’t randje“ für deutsche und niederländische Kinder und Jugendliche. Von diesem Zeitpunkt an spielt die grenzüberschreitende Arbeit im Konzept des TIK-Theaters eine große Rolle.

2004 Der Theaterhof im Kolpinghaus (TIK) wird gegründet. Mit seinem kulturellen und künstlerischen Anspruch bereichert er das Kinder- und Jugendprogramm der Stadt Emmerich am Rhein. Die theaterpädagogische Arbeit, die wir in vielfältiger Form in und mit Schulen und Kindergärten leisten, wird zu einem wichtigen Bestandteil des TIK Figuren- und Marionettentheaters.

2003 Sandra Heinzel und Judith Hoymann beschließen, das Figurentheater professionell nach vorne zu bringen. Das Ziel: eine feste Puppenspielbühne installieren.

1993 Auf Initiative von Sandra Heinzel entsteht das RAKI-Marionettentheater, eine mobile Puppenbühne, die im Kreis Kleve und über dessen Grenzen hinaus unterwegs ist.

Figurentheater

Figurentheater… Was ist das eigentlich?

Das Figurentheater ist eine von vier Theatersparten (die drei anderen sind: Sprechtheater | Tanztheater bzw. Ballett | Musiktheater). Heute, im 21. Jahrhundert, ist diese Kunstform experimentierfreudiger denn je. So wird der Begriff „Figur“ – ursprünglich „Puppe“ – sehr weitläufig interpretiert und umgesetzt. Neue Darstellungsformen entstehen, wie das offene Spiel und Figurenarten, die aus unterschiedlichsten Materialien gebaut sind. Das reine Objekt kann belebt werden und versteht sich als abstrakte Figur innerhalb einer szenischen Darstellung.

Schon gewusst?

Das ursprüngliche und traditionelle Puppentheater kennt nur die verdeckte Form des Spiels. Erst im 19. Jahrhundert spricht man von Figurentheater und weniger vom Puppenspiel. Abgesehen davon, dass archäologische Funde vermuten lassen, dass es vor unserer Zeitrechnung bereits bewegte Figuren gab, die zu religiösen und zeremoniellen Feiern genutzt wurden, taucht das Handpuppenspiel als erstes im persischen Raum auf. Die Gliederpuppe, also die Marionette, wird im antiken Griechenland bekannt. Nach Deutschland ist das Marionettenspiel wohl durch die Griechen und Niederländer gebracht worden…

Das eigene kleine Spiegelbild auf dunklem Grund, das man im Auge eines anderen sieht, gab der Pupille – dem „Augenpüppchen“ – den Namen. Nach altem Glauben wohnt die Seele in dieser Gestalt sichtbar im Auge. Durch den Blick wiederum vollzieht sich die Beseelung des Menschenbilds, der Puppe. Nach den logischen Gesetzen einer Traumwelt ist sie ein vielfältiges Gegenüber, ist Spiegelung, Wunschbild, Ersatz oder Projektion einer anderen Wirklichkeit. Aus: Traumwelt der Puppen

Figurenspiel… Großes Theater ganz klein

Was auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu finden ist, findet sich in Miniaturform auf der Gauklerbühne, denn das Figurenspiel war einst den Gauklern dieser Welt überlassen. Lustiges und Ernstes, Geschichtsbezogenes und Poetisches brachten sie für jedermann zum besten – Theater für den kleinen Geldbeutel, Kultur für alle! Triebfedern waren die Fantasie des Menschen, seine Gestaltungskraft  – und der Glaube. Ist das Figurenspiel im Laufe der Zeit auch etwas in Vergessenheit geraten, erfreut es sich doch heute einer ganz neuen Beliebtheit. „Kleine Kunst“ für einen kulturinteressierten Kreis. In Zeiten großer Massen-Events ist das kleine Theater geradewegs eine Quelle der Erholung, des Kraft-Schöpfens. War es einst für alle gedacht, so findet es heute nahezu ausschließlich vor Menschen statt, die sich ihre Fantasie, ihre Interpretationsfreiheit, ihr „Kind sein“ erhalten haben. Und wer vergessen hat, wie kraftvoll die Fantasie der Kinder ist und wie wunderbar es ist, eine Reise in diese Welt zu unternehmen, den lade man ein in ein Figurentheater – denn hier sieht man mit anderen Augen…

TIK Figuren- und Marionettentheater

Mit großer Leidenschaft betreiben wir, Sandra Heinzel und Judith Hoymann, die kleine TIK Figuren- und Marionettentheaterbühne im Schlösschen Borghees. Das offene (Schau-)Spiel in Kombination mit der Puppe zieht sich wie ein roter Faden durch fast alle Stücke. Begonnen haben wir als Marionettenspielerinnen mit mobiler Bühne im RAKI-Marionettentheater (1993-2005). Ab 2004 entwickelten wir eine breit aufgestellte Theaterarbeit. Seitdem ziehen wir beide alleine die Strippen. Zum Überlebenskampf gehört seitdem auch die Veranstaltungsgastronomie, die Organisation von Veranstaltungen und – vor allem – die theaterpädagogische Arbeit. Als mobile Bühne und mit fester Spielstätte haben wir in der Vergangenheit zahlreiche Stücke aufgearbeitet und neue inszeniert. Wir wählen und inszenieren unsere Stücke immer mit persönlichem Bezug. Die Figur kann geschnitzt oder modelliert sein, spöttisch benannt werden… Sie ist immer etwas Äußeres, etwas, auf das man schaut. Der Zuschauer sieht, hört und fühlt. Darauf kommt es an. Wir geben der Figur ihren Charakter und ihre Persönlichkeit, das Erscheinungsbild und die Stimme. Der Zuschauer entscheidet, wie nah sie sein darf.

Das TIK Figuren- und Marionettentheater ist einzigartig in unserer Region. Einer Region, die ländlich ist und Mobilität voraussetzt. Dennoch wagen wir uns an eine fest installierte Bühne – in der Hoffnung, dass unsere Vorarbeit die Menschen in unserer Region erreicht hat. Wir sind nicht nur von den regionalen Gegebenheiten abhängig, wir wollen sie uns auch zu Nutze machen. Geschichte, Gegenwart und Zukunft unserer Region sind vielfältig und spannend. „In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks“, sagt Heinrich Heine. Unser Glück ist es, die „Strippen“ zu ziehen, eine zauberhafte Welt entstehen zu lassen und das Publikum in Staunen zu versetzen. Unser Figuren- und Marionettentheater ist ein Ort des Sich-Zurücklehnens, voller Erwartung und Anregung.

Spielplan

Technische Angaben:

Theatergröße: 4 x 4 m, Höhe: 2,50 m

Anforderungen an die Bühne:

2 Stromkreise (230 V AC) – möglichst geschlossener Raum – Verdunklungsmöglichkeit – möglichst ebenerdig

Marionettenspiel

Peter und der Wolf

Trotz der Ermahnungen seines Großvaters vergisst Peter, die Gartentür zu schließen. Schon schleicht der Wolf aus dem Wald – am liebsten würde er Peter zu seinem Hauptgericht machen… Ob Peter und seine Freunde – die Ente, der Vogel und die Katze – es schaffen, dem Wolf zu entkommen? Tauch‘ ein in diese Zauberwelt und begleite Peter und seine tierischen Freunde bei ihrem unglaublichen Abenteuer!

Figuren-/Schauspieler sowie Text und Inszenierung: Judith Hoymann und Sandra Heinzel Bühne und Requisiten: Sandra Heinzel Figuren: Christian Schwaiger

Dornröschen

Wir haben das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm überarbeitet. Seit 1993, als erstes Stück im Spielplan des Marionettentheaters, war es an der Zeit, die junge Prinzessin und ihr Gefolge in neuem Glanz über die ebenfalls neue Bühne schreiten zu lassen. Was es natürlich immer noch gibt: die beleidigte und böse Fee. Vor der muss sich Dornröschen in Acht nehmen, ganz besonders an ihrem 16. Geburtstag… 

Figuren-/Schauspieler sowie Text und Inszenierung: Judith Hoymann und Sandra Heinzel Bühne und Requisiten: Günter van Holt und Sandra Heinzel Figuren: Sandra Heinzel

Der Zauberer von Oz

Ein Wirbelsturm trägt Dorothy in das Land von Oz. Es ist ein buntes, außergewöhnliches Land, in dem es gute wie böse Hexen gibt. Die gute Nordhexe schickt sie in die Smaragdstadt zum großen Zauberer Oz. Der soll ihr helfen, wieder nach Hause zu kommen. Auf ihrem Weg trifft sie die Vogelscheuche, die so gerne Verstand haben möchte, den Blechmann, der sich ein Herz wünscht, und den Löwen, der dringend mehr Mut braucht. Vom Zauberer Oz erhoffen sich die vier Hilfe. Doch zuvor müssen sie gemeinsam zahlreiche Gefahren überstehen. Besonders die böse Westhexe stellt sich den Freunden immer wieder in den Weg.

Figuren-/Schauspieler sowie Text und Inszenierung: Judith Hoymann und Sandra Heinzel Bühne und Requisiten: Günter van Holt,  Sandra Heinzel, Ute Gilke Figuren: Sandra Heinzel Blumen: Kirsten Loock und Beate Lechtleitner

Kalif Storch

Eine Reise in den Orient beginnt. Außergewöhnliches müssen Kalif Chasid und sein Großwesir Mansor erleben, nachdem sie von einem seltsamen Pulver geschnupft haben. So verstehen sie plötzlich die Tiersprache und lernen eine Eule kennen, die behauptet, eine echte Prinzessin zu sein. Außerdem stellen sie fest, dass der böse Zauberer Kaschnur sie reingelegt hat. Welche Abenteuer sie bestehen müssen, um wieder zurückkehren zu können, wird hier nicht verraten. Unbedingt Daumen drücken, dass es gut ausgeht!

Figuren-/Schauspieler sowie Text und Inszenierung: Judith Hoymann und Sandra Heinzel Bühne und Requisiten: Günter van Holt, Sandra Heinzel, Ute Gilke Figuren: Sandra Heinzel

Figurenspiel

Napoleon und Fienchen

Eine katzenkratzige, romantische Dachbodenbekanntschaft und Liebe auf den ersten Blick. Napoleon und Fienchen, zwei ungleiche Katzen, lernen sich kennen und lieben. Doch die gut gemeinten „Ratschläge“ der Eltern und der Sog der Freude, die auf der Welle des Zeitgeistes mitschwimmen, verunsichern die beiden. Hat ihre Freundschaft eine Chance? Oder sind drastische Veränderungen in ihrem Leben nötig, damit sie von allen so akzeptiert werden, wie sie sind?

Figuren-/Schauspieler: Judith Hoymann und Sandra Heinzel Text und Inszenierung: Judith Hoymann, Sandra Heinzel, Silke Geyer Regie: Silke Geyer (Figurentheater „Wilde Hummel“) Bühne und Requisiten: Günter van Holt und Sandra Heinzel Figuren: Sandra Heinzel und Judith Hoymann Musik und Liedtext: Didi Spatz und Willi Ennulat

Hänsel und Gretel

Der erwachsene Hans kehrt zurück in das Haus seiner Kindheit. Die Erinnerungen sind verblasst wie die Farbe an den Wänden. Wird er bleiben? Eine Reise in die Vergangenheit beginnt. Hänsel und Gretel müssen all ihren Mut fassen, um glücklich den Weg durch den dunklen Wald nach Hause zu finden. Judith Hoymann und Sandra Heinzel spielen mit Tisch-, Stab- und Schattenfiguren. Die extra dafür konstruierte Bühne schafft abwechslungsreich immer neue Bilder. Das offene Schau- und Figurenspiel mit zahlreichen Schattenelementen nimmt die Zuschauer mit auf Hänsels Reise in die Vergangenheit.

Figuren-/Schauspieler sowie Text und Inszenierung: Judith Hoymann und Sandra Heinzel Regie: Harald Kleinecke (Theater im Fluss) Bühne und Requisiten: Günter van Holt und Sandra Heinzel Figuren: Sandra Heinzel

Der Findefuchs

Ein kleiner Fuchs liegt einsam und verängstigt im Wald. Er hat seine Mutter verloren. Da kommt eine fremde Füchsin vorbei und beschließt nach anfänglicher Skepsis, ihn mit zu sich nach Hause zu nehmen. Sie nennt ihn ihren „Findefuchs“. Zuhause warten ihre eigenen drei Kinder. Wie werden die wohl reagieren? Der Heimweg gestaltet sich schwierig und gefährlich, doch die Füchsin ist mutig. Sie ist bereit, Gefahren auf sich zu nehmen, zu kämpfen und zu streiten, um dem kleinen Fuchs zu helfen.  Der Autorin Irina Kordschunow ging es vor allem darum, Kindern anschaulich zu erklären, wie wichtig es ist zu helfen. Der „Findefuchs“ hat gerade in unserer heutigen Zeit nichts von seiner Aktualität verloren. Das TIK Figuren- und Marionettentheater lässt die Figuren der Geschichte lebendig werden. Masken, Tisch- und Schattenfiguren nehmen die Zuschauer mit in die Welt des kleinen Findefuchses.

Figuren-/Schauspieler: Judith Hoymann und Sandra Heinzel Text und Inszenierung: Sandra Heinzel Regie: Judith Hoymann Bühne und Requisiten: Günter van Holt und Sandra Heinzel Figuren: Sandra Heinzel und Judith Hoymann

Mini-Szenen und Outdoor-Aktionen

Für Kinder

Huckebein und Samira

Die Wahrsagerin Samira und ihr kluger Rabe Huckebein sagen die Zukunft voraus. Meistens wenigstens. Wenn sie nicht gerade darüber streiten. Doch mit Geduld und Spucke findet sich die Wahrheit!

Schauspiel: Judith Hoymann | Figurenspiel: Sandra Heinzel | Figur: Sandra Heinzel | Kostüm: Judith Hoymann

Für Erwachsene

Trara Bomdrije

15 Minuten Tratschgeschichten vom Niederrhein.

Die Witwe und Trinkerin Fina Gofferje dreht ihre Drehorgel, singt und erzählt alte und neue Geschichten der Umgebung. So kann sie auch über Katharina von Wartenberg berichten, die im Schlösschen Borghees gelebt hat. Aus Finas Drehorgel wird schließlich eine Bühne, auf der das Publikum Katharina und ihre Widersacherin, die Herzogin von Orléans, erleben darf. Mit dem Gedicht „Morgenwonne“ von Ringelnatz beschreibt Katharina ihre glücklichen Jugendjahre im Schlösschen Borghees. Fina aber lässt nicht locker und enthüllt Käthchens wilde Jahre am kurfürstlichen Hof in Berlin. Bald schon wird deutlich, dass nicht nur am Niederrhein getratscht und gebloddert wird…

Schauspiel: Judith Hoymann | Figurenspiel: Sandra Heinzel | Figurenbau: Sandra Heinzel | Kostüm: Judith Hoymann
Bühnenbau und Ausstattung: Günter van Holt und Manfred Schäfer

Masken-Performance

Die Begegnung zwischen einem alten und einem jungen Menschen. Erstarrte Schönheit trifft auf nervöse Hektikerin. Die kurzen, flüchtigen Begegnungen des Lebens können Dinge manchmal entscheidend verändern. Ist diese Begegnung zufällig? Was mache ich damit? Eine Begegnung (mit mir).

Maskenspiel: Judith Hoymann und Sandra Heinzel | Bühnen- und Maskenbau: Sandra Heinzel | Text und Kostüm: Judith Hoymann

NatURschauspiel

Weltmärchen aus der Tonkugel – schon für die Allerkleinsten (ab 2 Jahren)

Technische Angaben:

Theatergröße: 2 x 3 m – normale Raumhöhe

Anforderungen an die Bühne:

1 Steckdose – geschlossener Raum – Verdunklungsmöglichkeit – gerne ebenerdig – ein normaler Tisch, 1,50 Meter lang (kein Kindergartentisch)

Was ist NatURschauspiel?

Jedes geschriebene Wort oder eine mündlich überlieferte Geschichte, gesammelte Werke – wie die der Grimm‘schen Brüder -, eine Sage, ein Gedicht oder eine ganz persönliche Lebensgeschichte kann zum Inhalt dieser ursprünglichen Theaterform werden. Judith Hoymann und Sandra Heinzel vom TIK Figuren- und Marionettentheater spielen fantasievoll und poetisch Märchen und Geschichten aus aller Welt. Gespielt wird mit Ton und weiteren natUR-Materialien. Diese ursprüngliche Figurentheaterform ist eine Kombination aus Erzähltheater und Stegreif-Modellieren. Die Bühne besteht aus einem Tisch, auf dem im Erzählverlauf die Bilder vor den Augen des Zuschauers entstehen. Diese Theaterform ist schon für die Allerkleinsten (ab 2 Jahren) ein echtes Theatererlebnis. Durch die fast schon meditative Form stellt sich beim Zuschauer schnell Ruhe und große Aufmerksamkeit ein. Sehr geeignet für unruhige Menschen aller Altersgruppen.

Inszenierungen und Spiel: Judith Hoymann und Sandra Heinzel

Die Bremer Stadtmusikanten

Das Musizieren führt unsere alten Freunde zusammen. Der klapprige Esel, der japsende Hund, die heulende Katze und der heisere Hahn verlassen ihr Zuhause. Dort werden sie nicht mehr gebraucht. Es weht kein guter Wind für die Vier: Sie sind schwach und alt geworden und leisten nicht mehr das, was ihre Herren von ihnen erwarten. Der Esel weiß, dass er sich schleunigst aus dem Staub machen muss. Frei sein und musizieren. Das will er und macht sich sogleich auf den Weg nach Bremen. Er trifft auf den Hund, die Katze und den Hahn. Sie teilen sein Schicksal und schließen sich ihm an. Aber so einfach ist es nicht, nach Bremen zu kommen. Der Weg ist lang und gefährlich. Im dunklen Wald hausen zwei garstige Räuber. An denen müssen sie vorbei – aber wie? Nur zusammen können sie es schaffen. Gemeinsam sind sie stark.

Aschenputtel

Es ist an der Zeit: der Prinz muss heiraten. So bestimmt es der König. Sein Sohn sieht das ganz anders und vergnügt sich mit seinen Freunden im Wald. Dort begegnet er einem sonderbaren Mädchen: Aschenbrödel, einer Halbwaisen, die mit ihrer herrschsüchtigen Stiefmutter und deren Töchtern auf dem Hof des fernen Vaters lebt. Aschenbrödel wird wie eine Dienstmagd behandelt. Trost findet sie nur bei den Tieren und am Grab ihrer Mutter. In ihrer größten Not naht an diesem Ort auf zauberhafte Weise Hilfe. So sehen sich Aschenbrödel und der Prinz drei weitere Male, ohne dass der Prinz den Namen des Mädchens erfährt. Nur ein Schuh bleibt ihm, um seine große Liebe wiederzufinden.

Das hässliche Entlein

Ein riesiges Ei liegt im Nest der Entenmutter. „Na, wenn das mal kein Kalekutischer Hahn ist!“, sagt die Nachbarin provozierend. Aber die Entenmutter hält – trotz der Größe ihres Kindes – zum hässlichen Entlein. Denn es schwimmt so gut und hat ein gutes Gemüt. Doch auf dem Entenhof ist man nicht zimperlich: Das hässliche Entlein wird beschimpft und fortgejagt. Nun ist es auf sich gestellt und muss sein Leben selber in die Hand nehmen. Es übersteht weitere Anfeindungen und sogar den kalten Winter. Sein innigster Wunsch ist es, den majestätischen Vögeln mit ihren langen Hälsen am Himmel zu folgen. Ob dieser Wunsch jemals in Erfüllung geht? Das wird hier natürlich noch nicht verraten…  

Schneewittchen

Es war einmal eine Königin, die sich nichts mehr wünschte als ein Kind. Als sie eines schönen Wintertags am Fenster saß und nähte, stach sie sich in den Finger. Und wie der Blutstropfen so auf den weißen Schnee fiel, sagte sie sich: „Hätt‘ ich ein Kind, so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz!“ Ihr Wunsch erfüllte sich, und sie nannte ihr Kind Schneewittchen. Nach der Geburt starb die Königin, und der König nahm sich eine neue Frau. Zwar war diese sehr schön, aber auch sehr boshaft und äußerst eitel. Schneewittchen, nicht mehr sicher, flüchtet in den Wald. Dort trifft sie auf die 7 Zwerge, mit denen sie von nun an gemeinsam lebt. Doch die böse Stiefmutter gibt keine Ruhe. Denn von ihrem Zauberspiegel muss sie sich sagen lassen: „Schneewittchen, hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen ist tausend Mal schöner als Ihr!“

Hänsel und Gretel

1. Strophe

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.
Es war so finster und auch so bitter kalt.
Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein?

2. Strophe

Hu, hu, da schaut eine alte Hexe raus!
Lockte die Kinder ins Pfefferkuchenhaus.
Sie stellte sich gar freundlich, o Hänsel, welche Not!
Ihn wollt‘ sie braten im Ofen, braun wie Brot.

3. Strophe

Doch als die Hexe zum Ofen schaut hinein,
Ward‘ sie gestoßen von unser’m Gretelein.
Die Hexe musste braten, die Kinder geh’n nach Haus.
Nun ist das Märchen von Hans und Gretel aus.

Daniel – eine Weihnachtsgeschichte

Ein Engel erscheint Daniel in der Nacht. Er erzählt ihm, dass Gottes Sohn geboren wird. Also macht sich Daniel auf den Weg, das Kind zu suchen. Da er Schäfer ist und seine Schafe nicht allein lassen kann, wird er von seiner ganzen Herde begleitet. Das erweist sich letztlich als sehr gute Idee, denn die Schafe helfen ihm, den richtigen Weg einzuschlagen.

(Von Daniel & Gerda Bächli)

Schauspiel

Was machen eigentlich Theaterpädagogen?

Sie fördern Fähigkeiten, die jedes Kind (jeder Mensch) besitzt. Die künstlerischen Fähigkeiten eines Menschen sind essenziell. Die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes entsteht nur durch ganzheitliche Bildung und nicht nur durch die Anhäufung von Wissen alleine. Wir Theaterpädagogen beobachten im Laufe unseres Schuljahres ein stärkeres Selbstbewusstsein, verbesserte Teamfähigkeit, bessere Konfliktfähigkeit bei den Schülern.

Wenn wir es schaffen, dass stille Kinder sich mehr trauen und die immer lauten Kinder, sich ein wenig zurücknehmen, ist ein Projekt so gut wie gelungen. Theaterspielen bildet die Persönlichkeit, erzeugt Herzenswärme, steigert die Bindungs- und Erlebnisfähigkeit. Eigene Ideen sind wichtig und wertvoll. Wir schreiben viel auf, was uns nachher bei der Zusammenfassung für das Drehbuch als sinnvoll erscheint. So fließt automatisch biographisches Theater mit ein. Improvisationen, Rollenspiele, Rollenfindung, Sprach- und Singübungen, Teamspiele, Körperwahrnehmung und Konzentrationsübungen sind nur ein paar, der vielfältigen Möglichkeiten, unser Wissen zu vermitteln.

Ganz wichtig ist: Wir haben selber immer sehr viel Spaß dabei! Theaterpädagogik will Anregung für ein künstlerisch anspruchsvolles Spiel bieten, bei dem die Akteure zugleich sich selbst und andere(s) neu entdecken können. Bei der szenischen Bearbeitung von Alltagssituationen, biografischen Erfahrungen oder Texten aller Art werden nicht nur künstlerische Ausdrucksformen erprobt, sondern auch neue und direkte Zugänge zu den jeweiligen Themen eröffnet, darüber hinaus werden Schlüsselkompetenzen, wie Wahrnehmungsvermögen, Flexibilität und Durchhaltevermögen sowie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit gefördert.

Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren sind jederzeit gern gesehen und zum Schnuppern herzlich eingeladen. Meldet euch einfach per E-Mail an info@tik-emmerich.de – wir freuen uns auf euch!

Neu!

Grenztheater Kids für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren

„Wir sind gar nicht mehr so klein. Seht her, was wir schon können!“

Wir spielen und experimentieren mit dem, was wir sehen, hören und fühlen. Mit Sing-, Sprach- und Bewegungsspielen und kleinen Improvisationen lernen wir uns kennen. Mit Spiel und Spaß erfinden und gestalten wir und stellen kleine Szenen zusammen.

Vielleicht werden es Abenteuer-, Fabel- oder Märchenszenen. Wir schöpfen aus unserer eigenen Fantasie!

Fortlaufende Theatergruppe für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren

Immer mittwochs von 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr im Schlösschen Borghees, Hüthumer Straße 180 in Emmerich am Rhein.

Leitung: Sandra Heinzel
Kosten: 20,00 €/Monat
Anmeldung: per E-Mail an heinzel.sandra@gmx.de oder telefonisch unter 02822-51639

Grenztheater 10-14-jährige

Schauspiel für junge Leute von 10-14 Jahren Immer donnerstags von 16:30 bis 18:00 Uhr im Schlösschen Borghees, Hüthumer Straße 180 in Emmerich am Rhein.

Aktuelles Projekt: tba
Datum/Spielort: tba

Dieses Projekt wird vom Landesprogramm „Kulturrucksack NRW“ gefördert. Weitere Infos unter www.kulturrucksack.nrw.de

Grenztheater für junge Erwachsene ab 14 Jahre

Schauspiel für junge Leute ab 14 Jahren Immer donnerstags von 18:30 bis 20:00 Uhr im Schlösschen Borghees, Hüthumer Straße 180 in Emmerich am Rhein.

Aktuelles Projekt: tba
Datum/Spielort: tba

FANTA 10 – Inklusionsgruppe Erwachsene

FANTA 10 ist eine inklusive Laienschauspielgruppe von Menschen zwischen 20 und 70 Jahren. Unter der Leitung von Judith Hoymann spielt FANTA 10 seit fünf Jahren in wechselnden Besetzungen selbst geschriebene Theaterstücke, die von den Schauspielerinnen und Schauspielern mit eigenen Texten gefüllt werden.

Alle FANTA 10-Stücke enthalten Elemente aus Improvisation und biografischem Theater. Den krönenden Abschluss eines jeden Projektes stellen die öffentlichen Aufführungen dar – inzwischen nicht nur in Emmerich und Rees, sondern auch in Kleve und Goch.

Hört sich spannend an? Dann trauen Sie sich, bei uns reinzuschauen! Der erste Termin ist kostenfrei und zum „Schnuppern“ geeignet. Wir freuen uns auf Ihre telefonische Anmeldung unter 0 28 28 – 75 70!

Forumtheater

Die Themen, die unser Leben heute bestimmen, sind vielfältig und komplex. Lösungen dafür zu finden, gestaltet sich nicht immer einfach. Wir wollen miteinander ins Gespräch kommen, wissen aber oft nicht, wie. Beruf, Familie, Freunde … Konflikte gibt es in allen Bereichen!

Das Forumtheater bietet hier einen Lösungsansatz. Wir erproben mit erfahrenen Schauspielern eine Szene, die den Konflikt überdeutlich macht. Ziel ist es, dem Publikum die Möglichkeit zu geben, sich aktiv einzumischen. Ein Moderator ermutigt die Zuschauspieler, in den Lösungsprozess einzugreifen. Das Thema wird für die Zuschauer so von Interesse sein, dass sich alle an einer ernsthaften und fruchtbaren Diskussion beteiligen wollen.

Sie sind Schulleiter, Betriebsrat oder Vorsitzender eines Vereins? Sie sind mit einem Konflikt belastet, für den es derzeit keine Lösung gibt?

Sprechen Sie uns an: E-Mail: info@tik-emmerich.de Tel.: 02822 51639 oder 0162 860 1612

Wir informieren Sie gern unverbindlich in einem persönlichen Gespräch!

Veranstaltungskalender

november

17nov20:00FeaturedGedichte aus drei Jahrhunderten - von Goethe bis heuteOliver Steller für Erwachsene

18nov15:00Oliver Steller spricht und singt Gedichte für Kinder 6Oliver Steller für Kinder

24nov(nov 24)10:0025(nov 25)15:00Mal so richtig viel TheaterWochenend-Theater-Workshop für Erwachsene

24nov11:0017:00So war mein Jahr - Schreibwerkstatt im WinterSchreibwerkstatt mit Renate Schmitz-Gebel

december

15dec16:00Frau HolleTIK Figuren- und Marionettentheater zeigt NatURschauspiel für Kinder ab 3 Jahren

16dec15:00Frau HolleTIK Figuren- und Marionettentheater zeigt NatURschauspiel für Kinder ab 3 Jahren

17dec9:30Frau Holle*** Nicht öffentliche Vorstellung für Gruppen, nur nach Voranmeldung ***

17dec14:30Frau Holle*** Nicht öffentliche Vorstellung für Gruppen, nur nach Voranmeldung ***

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Kontakt

Durchstreifen Sie den Borgheeser Wald mit seinem alten Eichen- und Buchenbestand, so endet dieser Weg in typisch niederrheinischer Landschaft. Zwischen Wiesen und Kopfweiden liegt idyllisch das Schlösschen Borghees, in dem das TIK Figuren- und Marionettentheater zuhause ist.

TIK Figuren- und Marionettentheater

Hüthumer Straße 180
46446 Emmerich am Rhein
Telefon: 02822 51639 oder 0162 860 1612
E-Mail: info@tik-emmerich.de

Immer zu Veranstaltungen ist das Café geöffnet!

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